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Bücher sind nicht nur zum Lesen da... auch zum verschlingen und sich darin wälzen

Die Liebe von Callie und Kayden

Die Liebe von Callie und Kayden  - Jessica Sorensen Cover
Das Cover wirkt sehr intim, als würde man das Paar, welches zu sehen ist, gerade bei etwas stören. Ich finde das Cover passt unglaublich gut zu dem Buch. Denn Callie und Kayden sind sich auf eine ganz neue Art und Weise näher gekommen. Das Cover vermittelt auch ziemlich gut, welches Gefühl in der Geschichte vermittelt wird.

Meine Meinung
Bereits Band eins dieser Reihe hat mir sehr gut gefallen und nach dem Ende musste ich unbedingt wissen, wie es in Band zwei weiter geht. Der Cliffhanger war einfach unfassbar gemein und von dem her ist es gut, das Band zwei ziemlich genau da anfängt, wo Band 1 aufhört. Es kann durchaus sein, das ich euch in dieser Rezension etwas über das Ende von Band zwei verrate, daher würde ich empfehlen erst den ersten Teil zu lesen.

Kayden und Callie sind getrennt, nicht unbedingt freiwillig. Während Callie versucht normal weiter zu leben und aufs College zu gehen, ist Kayden in einer psychiatrischen Anstalt um sich dort zu erholen.

Callie will nicht hinnehmen, dass sie nicht mehr mit Kayden zusammen sein kann. Sie kann es nicht hinnehmen und akzeptieren, dass Kayden nicht mehr mit ihr zusammen sein will oder eventuell zusammen sein kann. Sie kämpft für ihre Liebe.
Kayden ist nicht nur in ein tiefes schwarzes Loch gefallen, nein er ist hineingestoßen worden und fällt nun immer weiter. Was ihm angetan wurde, ist beinahe unglaublich. Seine Eltern scheinen völlig vergessen zu haben, dass es eigentlich ihre Aufgabe wäre, ihre Kinder zu beschützen. Kayden verzweifelt daran zu wissen, dass es Callie schlecht geht. Sie ist alles, was er jemals wollte. Bei ihr kann er los lassen und seinen Schmerz vergessen.

Wie gebannt habe ich den zweiten Band gelesen und konnte nicht aufhören. An einem Stück musste ich dieses Buch verschlingen, weil es mich einfach so sehr gefesselt hatte. Die Geschichte von Callie und Kayden ist so unglaublich schön dramatisch und dabei wirkt sie nicht völlig überladen mit Kitsch und Tragödien. Sie passt einfach und sie unterhält unglaublich gut. Das klingt jetzt vielleicht etwas hart oder falsch, aber ich war völlig in das Buch versunken.

Mir gefallen die Entwicklungen aller Charaktere so unglaublich gut. Callie schafft es, über ihren Schatten zu springen. Sie fängt damit an, sich mit ihrer Vergangenheit auseinanderzusetzten um Kayden zu helfen. Dieser muss erst einmal wieder auf die Beine kommen und das ist gar nicht so einfach. Er will Callie beschützen und trifft dabei voreilige Entschiedungen.
Als Leserin habe ich unglaublich mit gelitten und das tue ich bei Büchern dieses Genres nur noch selten, denn normalerweise scheinen einem die Bücher alle gleich zu sein. Die Reihe um Callie und Kayden hebt sich jedoch ab von der Masse. Die Geschichte dahinter wirkt so ehrlich und überhaupt nicht gestellt oder übertrieben. Man hat nicht das Gefühl, völlig mit Drama überschüttet zu werden.

Ich bin schon unglaublich gespannt auf Band drei und darauf, wie die Geschichte von Callie und Kayden enden wird. Während ich auf dieses Buch warte, werde ich mir wohl das eine oder andere Buch der Autorin zu Gemüte führen.

Wertung (5/5)

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Ich will doch bloß sterben, Papa: Leben mit einer schizophrenen Tochter

Ich will doch bloß sterben, Papa: Leben mit einer schizophrenen Tochter - Michael Schofield Cover
Mich hat eigentlich der Titel dazu bewegt, das Buch zu lesen. Das Cover strahlt zwar durch die helle Farbe sehr auffällig, ist allerdings nichts wirklich Besonderes oder Weltbewegendes, der Titel hingegen lässt einen kurz innehalten.

Meine Meinung
Als Jani vier Jahre alt ist, befürchten ihre Eltern, dass sie Schizophrenie hat. Doch eigentlich können Kinder in Janis Alter gar nicht an Schizophrenie erkranken, so sagen zumindest die Ärzte zu dieser Zeit.
Es wird jedoch jedem klar, dass Jani anderes ist, ob gut oder schlecht, darüber ließe sich nun streiten. Sicher ist: Jani ist nicht wie normale Kinder in ihrem Alter.

Das Buch ist spannend geschrieben und erzählt die Geschichte von Michael und Susan Schotfield und deren Tochter Jani. Zusammen mit den Eltern erlebt man, wie Jani von einem Arzt zum nächsten gereicht wird und durch mehrere psychiatrische Kliniken geschleust wird, ohne dass ihr jemand langfristig helfen kann. Allerdings ist Janni nicht nur für sich eine Gefahr, sondern auch für ihre Eltern und ihren kleinen Bruder, denn Janni hat wirklich Probleme. Sie sieht Dinge, die niemand sonst wahrnimmt, und lebt zum Teil in einer völlig anderen Welt, in der auch andere Gesetze gelten.

Nachdem ich dieses Buch zu Ende gelesen hatte, war ich erst einmal schockiert über so viele Dinge, dann habe ich begonnen im Internet zu recherchieren und war entsetzt. Schockiert war ich über den bürokratischen Aufwand, den Jannis Eltern über sich ergehen lassen mussten. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass es einen selbst an den Rand des Wahnsinns bringt.

Allerdings muss ich gestehen, dass ich das Buch nicht wirklich gut fand. Jannis Vater, Michael Schotfield, ist ein unglaublicher Märtyrer. Er stellt alles so hin, als würde nur er selbst mit seiner Tochter klarkommen und sonst niemand. Seine Frau scheint völlig unfähig im Umgang mit dem Mädchen zu sein und die Ärzte sowieso. Dass aber er selbst auch psychische Probleme hat, erfährt man erst ziemlich am Ende des Buches. Die meiste Zeit geht es darum, was er alles für seine Tochter opfert und aufgibt, was er alles leistet, damit es ihr gut geht. Ich war stellenweise wirklich kurz davor, meinen E-Reader an die Wand zu werfen, weil ich das Verhalten des Mannes unmöglich fand. Jani schient nicht nur an Schizophrenie zu leiden, sondern hat offensichtlich auch noch eine furchtbar schlechte Erziehung genossen. Sie führt sich auf wie die Axt im Walde und ich hab mich wirklich gefragt, was die Eltern die ganze Zeit gemacht haben, wenn sie sich doch so aufopferungsvoll um ihr Kind gekümmert haben.

Manchmal habe ich mich wirklich gefragt, ob das alles echt ist oder nur aufmerksamkeitsheischend. Ich bin mir absolut nicht sicher und möchte mich da auch nicht auf eine von beiden Möglichkeiten festlegen. Sollte das jedoch wirklich echt sein, dann würde ich jetzt gerne meinen Kopf gegen die Wand schlagen! Wie kann man das Leid seiner Kinder medial so ausschlachten? Zumal ich gelesen habe, dass ihr Bruder ebenfalls an frühkindlicher Schizophrenie leiden soll... ich meine... wie realistisch ist das bitte schön?
Falls das allerdings nur für die Medien war, um Aufmerksamkeit zu bekommen... Dazu fehlen mir dann wirklich die Worte.

Mich hat das Buch, und vor allem meine Google-Recherche, unfassbar enttäuscht und entsetzt. Ich wusste einfach nicht mehr wirklich etwas mit dem Mitleid, welches ich vor allem für Jani empfunden habe, anzufangen. Ihr Vater hat mich schon ziemlich lange, ziemlich aufgeregt, aber das ist jetzt ja vorbei. Ich bin froh, das Buch gelesen zu haben, aber ich werde es sicherlich kein zweites Mal mehr machen...

Wertung (2/5)

Hier geht es noch zur Webseite der Jani Foundation. Dort könnt ihr auch den Blog von Michael Schotfield lesen.

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Die Sache mit Callie und Kayden: Callie und Kayden 1 - Roman

Die Sache mit Callie und Kayden: Callie und Kayden 1 - Roman - Jessica Sorensen Cover
Zwei schöne Menschen, viel Regen und ein romantischer Kuss. Genau das ist auf dem Cover zu sehen. Es reiht sich ein in die lange Schlange der bedeutungslosen Young Adult Cover. Nicht wirklich etwas Besonderes, aber es passt zu dem Buch, und soweit ich mich erinnern kann, gibt es glaube ich sogar eine Szene in der sie sich im Regen küssen, aber ich bin mir gerade nicht mehr so sicher.

Meine Meinung
Callie und Kayden haben mich ziemlich überrascht. Alles hat völlig normal angefangen: Dramatische Vergangenheiten, gewisse Gemeinsamkeiten und das gleiche College. Callie ist ein total unscheinbares Mädchen, dem es nicht wirklich wichtig ist, wie und ob die anderen sie wahrnehmen. Am liebsten würden sie von niemandem wahrgenommen werden, schon gar nicht von Kayden, dem unglaublich gut aussehenden und geheimnisvollen Jungen, den sie sogar noch aus ihrer Heimatstadt kennt. Auch Kayden kennt Callie, denn sie hat ihn einmal aus einer etwas brenzligen Situation gerettet.

Die Beiden sind sich früher nie wirklich über den Weg gelaufen doch jetzt auf dem College ändert sich das. Doch an irgendeinem Punkt in dem Buch setzt sich Kayden in den Kopf, dass er Callie unbedingt erobern muss. Zu erst ist es völlig normal, doch dann merkt er, dass Callie mehr braucht als das, sie braucht Hilfe und genau diese Hilfe möchte Kayden ihr geben. Aus dem leichten und lockeren Flirt wird sehr schnell etwas Ernstes, denn die beiden schleppen mehr Ballast mit sich herum, als andere in ihrem ganzen Leben ansammeln können.

Obwohl ich dieses Buch lange nicht lesen wollte, bin ich schließlich doch eingeknickt und irgendwie bin ich ziemlich froh deswegen. Die Geschichte von Callie und Kayden hat mich ziemlich mitgenommen. Sie hat mich gefesselt und fasziniert wie schon lange kein Young Adult-Buch mehr und irgendwie sind es genau diese Geschichten, weswegen ich die vielen schlechten, die dazwischen kommen, immer lese. Schon lange habe ich nicht mehr so mitgefiebert, wie bei diesem Buch. Die dunkeln Geheimnisse werden bis zum Schluss aufbewahrt und nicht komplett aufgedeckt, denn es gibt noch zwei weitere Teile in dieser Reihe. Trotzdem schafft es natürlich die dunkle Vergangenheit, die beiden einzuholen und dieses Mal schlägt sie wirklich zu, wie ein Hammerschlag.

Mir hat es sehr gut gefallen, dass dieses Buch, obwohl es wirklich schrecklich und auch sehr tragisch war, nicht übertrieben hat. Die Geschichte berührt mich. Bei vielen anderen Büchern war es eher so, dass ich irgendwann gelangweilt war, von den vielen schrecklichen Schicksalen, doch hier fand ich all die schlimmen Dinge tatsächlich traurig.

Jessica Sorensen hat es geschafft, einen fantastischen Reihenauftakt zu schreiben und mir richtig Lust auf weitere Bücher von ihr gemacht. Ich bin definitiv zu einem kleinen Kayden-Fangirl mutiert und so etwas habe ich schon lange nicht mehr erlebt!

Wertung (5/5)

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Julis Schmetterling (German Edition)

Julis Schmetterling (German Edition) - Greta Milán Cover
Mir gefällt das Cover richtig gut. Es ist ziemlich schlicht und mit dem Schmetterling sieht es einfach toll aus. Die junge Frau auf dem Cover sieht genau so aus, wie ich mir Juli vorgestellt habe. Es wirkt etwas mysteriös und hat mich einfach von ersten Moment an total begeistert.

Meine Meinung
Juli trifft während einer Vernissage ihrer Freundin Sophie, auf Bastian. Dieser ist Fotograf und soll das Ereignis in Bildern festhalten. Obwohl Juli Interesse an Bastian zeigt, bleibt dieser sehr kühl und distanziert.

Während Juli nicht wirklich weiß, was sie mit ihrem Leben anfangen soll, ist Bastian sich schon sehr sicher, was er machen möchte. Die Beiden treffen mehrmals aufeinander, was zu erwarten war. Ausschlaggebend für die Geschichte ist jedoch ein längeres Treffen, während dem Bastian Kunstgegenstände von Julis Mutter fotografiert. Juli hat den Auftrag bekommen, das Ganze zu beaufsichtigen. Während der Tag in dem Lagerraum, lernen die beiden sich etwas besser kennen.

Sowohl mir als Leser, als auch Juli wurde schnell klar, dass Bastian anderes ist, als normale Männer. Er leidet an einer seltenen Krankheit, Epidermolysis bullosa. Man nennt die Kinder, welche mit dieser Krankheit geboren werden, auch Schmetterlingskinder. Es handelt sich dabei um eine genetisch bedingte Hautkrankheit. Die Kinder werden so genannt, weil ihre Haut genauso empfindlich ist, wie die Flügel eines Schmetterlings. Auch im Buch wird diese Krankheit ziemlich gut und auch genau beschrieben. Da es noch keine heilende Therapie gibt, können die Betroffenen nicht mehr tun, als den Schmerz ertragen und jeden Tag ihre Wunden versorgen. Da es verschiedene Abstufungen und Schweregrade gibt, ist diese Krankheit sehr komplex. Bevor ich dieses Buch gelesen habe, hatte ich noch nie von der Krankheit gehört.

Allerdings steht die Krankheit nicht wirklich im Mittelpunkt des Buches, denn das tut die Beziehung von Bastian und Juli. Es geht hauptsächlich darum, welche Probleme die Krankheit mit sich bringt und wie die Menschen im Umfeld eines Erkrankten damit umgehen. Juli muss ebenfalls lernen mit dieser Krankheit zurecht zu kommen, doch vor allem muss Bastian lernen, dass die Krankheit ein Teil von ihm ist und sie ihn nicht zu einem schlechteren Menschen macht.

Bastian hat ziemliche Probleme damit, Juli zu vertrauen und so setzt sie alles daran, sich sein Vertrauen zu verdienen. Auf der einen Seite ist die Geschichte zwischen Bastian und Juli eine sehr schöne und total niedliche Liebesgeschichte, auf der anderen Seite jedoch hat sie mich einfach in den Wahnsinn getrieben und das leider nicht im positiven Sinne.

Als Erstes ist mir recht schnell die Sprache des Romans sauer aufgestoßen. Es klingt so unfassbar gestelzt und hochgestochen. Da ich dieses Buch als Hörbuch besitze, empfand ich das als noch viel schlimmer, denn die Sprecherin klang die ganze Zeit so, als würde sie den Zuhörer von oben herab behandeln. Das ganze Buch klang so, als würde man unbedingt etwas hoheitlich oder besser gestellt wirken wollen, als der 08/15-Mensch es ist. Hätte mich die Geschichte nicht so interessiert, ich hätte das Buch niemals zu Ende gehört, wahrscheinlich nicht einmal bis zur Hälfte, denn diese übertrieben vornehme Sprache fand ich absolut schrecklich.

Zum Ende hin hat dann leider auch noch die Geschichte stark nachgelassen und ich war kurz vor dem Verzweifeln. Alles wurde so unfassbar tragisch, das ich nur noch den Kopf schüttel und selbigen unter meinem Kissen vergraben konnte. Aus der schönen und zarten Liebesgeschichte hat die Autorin einen Schmalztopf gemacht. Alles trieft nur so vor Tragik, Drama und Tragödie. Jedenfalls kam es mir so vor. Anstelle einmal vernünftig miteinander zu reden, haben sich die Figuren gegenseitig Entscheidungen abgenommen und sich absichtlich missverstanden. Mir hat das Ende das komplette Buch ziemlich verdorben.

Einzig und allein Felix war mein Lichtblick in dieser Geschichte. Er ist zwar nur ein Nebencharakter, aber immer noch der sympathischste und das mit großem Abstand. Traurig aber wahr, ich kann dem Buch einfach keine wirklich gute Bewertung geben, da es mich mit einem furchtbaren Gefühl zurückgelassen hat und ich absolut enttäuscht war.

Wertung (2/5)

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Den Freund der Schwester klaut man nicht - oder?: Roman

Den Freund der Schwester klaut man nicht - oder?: Roman - Sophie Ranald, Babette Schröder Cover
Sehr Pink! Das war mein allererster Gedanke zu diesem Buch, und wenn ich ehrlich bin, spricht mich das Cover nicht wirklich an. Pink ist schlicht und ergreifend nicht meine Farbe. Allerdings passt das Cover sehr gut zum Buch. Es spiegelt in gewisserweise das Wesen der Hauptfigur wider.

Meine Meinung
Ellie ist verliebt. In Oliver, den Freund ihrer Schwester. Das ist äußerst ungewöhnlich, denn normalerweise haben Rose und Ellie nicht einmal im Ansatz denselben Geschmack. Rose ist sehr schön und elegant. Ellie hingegen ist eher praktisch veranlagt und etwas gemütlicher. Die beiden Schwestern werden so beschrieben, dass der Eindruck entsteht, sie wären das komplette Gegenteil voneinander.
Ellie beginnt sich, für Oliver zu verändern. Sie fängt mit dem Sport an, gibt sich mehr Mühe mit ihrem Aussehen. Neben diesen doch eher weniger schlimmen Veränderungen kündigt sie auch ihren Job um einen anderen anzunehmen, der sie erfolgreicher machen soll. Das fand ich ehrlich gesagt sehr bedenklich und nicht nur ich, auch Ellies Freunde kommen mit den Veränderungen nicht unbedingt gut zu Recht und ehe sich Ellie versieht, gleitet ihr alles aus den Händen und sie muss zusehen, wie ihr Leben eine Wendung annimmt, die ihr nicht unbedingt gut gefallen.

Ein sehr kurzweiliges und schönes Buch. Ellie ist eine liebenswerte Person. Sie kümmert und sorgt sich um ihre Freunde und gibt sich große Mühe ihnen bei der Lösung all ihrer Probleme zu helfen. Auf mich hat sie von Anfang an einen verträumten, aber eigentlich trotzdem sehr bodenständigen Eindruck gemacht. Ich mag ihre Lebenseinstellung und kann diese nur zu gut nachvollziehen und auch vertreten, denn mir geht es ähnlich. Es gibt wichtigere Dinge, als schöne Kleidung oder gutes Aussehen, was zählt, sind die Taten der Menschen.
Wenn es jedoch um Oliver geht, setzt bei Ellie manchmal der rational denkende Teil ihrer selbst etwas aus, so ist zumindest mein Gefühl. Das alles ist jedoch nicht weiter schlimm, wenn man sich vor Augen führt, wie verliebt Ellie in den jungen Mann ist.

Trotz meiner Abneigung gegen die vielen Veränderungen Ellies, war es doch äußerst faszinierend zu sehen, wie sehr gut sie in eine "neue Rolle" schlüpfen kann und diese dann auch lebt. Es hat mich ziemlich überrascht, denn ich bin mir sicher, ich selbst hätte das nicht so gut gekonnt.

"Den Freund der Schwester klaut man nicht - oder?" ist auf jeden Fall ein tolles Buch. Ich habe mich sehr amüsiert und gut unterhalten gefühlt. Der Schreibstil ist sehr spritzig und frisch. Mir hat es sehr gut gefallen, daher gibt es von mir auch eine absolute Empfehlung!

Wertung (4/5)

Undeniable

Undeniable - Madeline Sheehan Cover
Das Cover sieht richtig cool aus! Es war auch dieses Bild, das mich überzeugt, hat das Buch zu lesen. Der Klapptext hat sein Restliches dazugetan, doch das Cover war ausschlaggebend dafür, dass ich diesem Buch einen zweiten Blick gewidmet habe. Ich finde es ziemlich erotisch und richtig schön. Es passt auch sehr gut zur Geschichte ...

Meine Meinung
Ja die Geschichte, es fängt alles damit an, dass Eva und Deuce sich im Gefängnis treffen. Eva ist 6 Jahre alt und besucht ihren Vater, Deuce ist 23 und besucht ebenfalls seinen Vater. Eva schafft es, Deuce völlig zu verzaubern.
Sie ist die kleine Prinzessin des Präsidenten eines großen Motorradclubs. Sie ist dort aufgewachsen und wickelt all die bösen und gefährlichen Männer um ihren kleinen Finger.
Auch Deuce ist in einem Motorradclub aufgewachsen. Allerdings ganz anders als Eva. Er wurde dazu erzogen den Club eines Tages zu übernehmen, was er schließlich auch tut.

Zu Beginn der Geschichte springt man von einem Treffen der beiden zum Anderen. Die Abstände dazwischen sind unterschiedlich groß, es geht jedoch recht schnell. Als Eva dann schließlich endlich 18 ist, reist sie zusammen mit ihrer besten Freundin Kami zu Deuce und dessen Club. Kami soll mit einem reichen jungen Anwalt verheiratet werden, während Eva mehr oder weniger vor Frankie, ihrem Adoptivbruder, davon läuft. Doch bei Deuce ist es nicht unbedingt so, wie sie es sich vorgestellt hat.

Die Geschichte zwischen Eva und Deuce wird sehr rasant erzählt. Es wird zum Großteil nur auf die wichtigen Punkte ihn ihrem Leben eingegangen und bis auf Eva, Deuce und Kami lernt man keine der anderen Figuren wirklich kennen. Frankie ist dabei eine Ausnahme doch er spielt erst ab circa der Hälfte des Buches eine große Rolle. Ich finde es etwas Schade das so wenig auf die anderen Figuren eingegangen wird. Alles dreht sich nur um Eva und ihr unbezwingbares Verlangen nach Deuce.

Deuce ist 17 Jahre älter als Eva. Beim Klapptext lesen dachte ich irgendwie nicht, dass der Abstand so groß wäre und auch beim Lesen fand ich das jetzt irgendwie nicht so schlimm. Hin und wieder ist mir wirklich aufgefallen, das Deuce sich mehr, wie Evas Vater benommen hat, als ein junger Mann in ihrem Alter. Trotzdem musste ich mich erst an den Gedanken gewöhnen. Was ich auf jeden Fall noch viel schlimmer fand und was mich beim Klapptext lesen, hätte stutzig machen war folgender Satz:



Doch vom ersten Augenblick an weiß sie: Er ist der Sinn ihres Daseins.


Ich meine, das kann doch nicht ihr ernst sein. Mit sechs Jahren weiß ich doch so was noch nicht. Da ist mein größter Wunsch die neuste Barbie oder so etwas, aber ich bezweifle, dass ein normales, sechsjähriges Mädchen so etwas weiß! In diesem Alter kann man doch gar nicht in solchen Dimensionen denken. Vielleicht stürze ich mich da gerade etwas auf ein unwichtiges Detail, aber ich finde das einfach völlig übertrieben.

Was mich auch gestört hat, war das Verhalten der Männer. Irgendwie scheinen die zum Großteil ja doch sehr handzahm zu sein. Irgendwie habe ich mir die Motorradgangs immer ganz anderes vorgestellt und in der Geschichte klingt das für mich auch nicht wirklich realistisch. Auf der anderen Seite hat es mich auch wieder total genervt, wie Eva sich benommen hat. Viel zu oft musste ich mir die Hand an den Kopf schlagen und habe mich gefragt, was sie sich bei dieser Aktion wieder gedacht hat. Meistens offensichtlich nichts!

Irgendwie habe ich so das Gefühl, diese Geschichte hätte wesentlich mehr potenzial gehabt. Sie besteht aus einer Menge Sex, unglaublich viel Gefluche und noch mehr Sex. Denn letzten Endes dreht sich alles darum und die Geschichte hat nicht wirklich eine Handlung, außer das Deuce sein bestes Stück nicht bei sich behalten, kann und Frankie einfach nur total verrückt ist. Ich finde es Schade, dass das Alter der größte Konflikt war, so wie es mir schien und der wahnsinnige Ehemann dann herhalten musste um noch etwas mehr Dramatik in die Geschichte zu bringen.
Das Fluchen der verschiedenen Charaktere hat mich auch echt gestört. Natürlich gehört das irgendwie dazu, doch stellenweise konnte ich nur mit den Augen rollen, weil es mir einfach völlig übertrieben vorkam und es mich richtig genervt hat.

Leider hat mich das Buch ziemlich enttäuscht. Ich habe mich so sehr darauf gefreut und war unglaublich glücklich, als ich ein Leseexemplar bekommen habe. Sofort musste ich das Buch lesen und dann saß ich irgendwann auf meinem Bett und hab mich gefragt, ob das wirklich die gleiche Geschichte ist. Ich hatte etwas völlig anderes erwartet und konnte daher auch überhaupt nicht mit der Geschichte warm werden. Es ist leider zu keinem Buch geworden, welches ich gerne weiter empfehle.

Wertung (2/5)

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True - Wenn ich mich verliere

True - Wenn ich mich verliere - Erin McCarthy Cover
Abgesehen von dem Pink ein recht schönes Cover. Es wirkt sehr sinnlich und passt gut zu den gefühlten hundert anderen Young Adult Büchern die den Markt im Moment überschwemmen (und die ich lese). Mir gefällt es recht gut, aber es ist absolut nichts besonderes.

Meine Meinung
Der sexy Typ und die Jungfrau (in Nöten), eine absolute Standardkombination, wie sie einem heutzutage nur allzu häufig über den Weg läuft. Trotzdem fand ich das es ein schönes Buch war.
Rory ist mir ziemlich sympathisch. Ich kann ihre Gründe, warum sie Jungfrau ist, gut nachvollziehen. Da das Buch aus ihrer Sicht geschrieben ist, fällt es dem Leser leichter, sich in sie hineinzuversetzen. Abgesehen davon ist Rory nicht nur sehr romantisch, sondern auch unglaublich hilfsbereit. Sie erschien mir nicht, wie diese 08/15 Mädchen über die so oft geschrieben wird. Es hat mir Spaß gemacht, zusammen mit ihr durch dick und dünn zu gehen. Ziemlich niedlich fand ich das Verhältnis zu ihrem Vater. Dieser scheint mit Gefühlen genau so überfordert zu sein, wie Rory selbst. Man merkt deutlich, dass sie diese Eigenart von ihm hat.

Tyler Mann ist der heiße Typ mit den Tattoos und er soll Rory verführen und sie entjungfern. Das jedoch klappt alles irgendwie nicht so, wie er sich das vorstellt, denn Rory geht ihm unter die Haut. Alles in allem klingt es ja schon irgendwie so wie bei vielen anderen Büchern aus diesem Genre, doch das Buch hat mir das Gefühl vermittelt, anderes zu sein. Es gab nicht ganz so viele Klischees und diese wiederum waren einfach nur herrlich niedlich verpackt. Tyler mag zwar ein ziemlicher Macho sein, doch er hat eine ganz andere Seite, die man als Leser ziemlich schnell sieht. Das hat mir wirklich gut gefallen. Trotzdem trägt Tyler seine Geheimnisse mit sich herum.

Der Schreibstil des Buches ist sehr angenehm und einfach. Ich habe mich ziemlich schnell durch gelesen gehabt. Es ist eine leichte Lektüre, mit der man ein paar schöne Stunden verbringen kann. Man sollte sich nichts Hochintellektuelles erwarten oder etwas absolut Neues, denn dann wird man mit Sicherheit von dem Buch enttäuscht.
Mir hat diese Geschichte gut gefallen und ich kann sie euch mit gutem gewissen weiterempfehlen.

Wertung (4/5)

True - Weil dir mein Herz gehört

True - Weil dir mein Herz gehört - Erin McCarthy Cover

Zu diesem Cover gibt es nicht viel zu sagen, es passt sich dem ersten Band schön an und ist dieses Mal nicht pinkt, was wiederum mir sehr zusagt. Ich mag es, wenn die Cover einer Reihe zusammenpassen. Da sieht man gleich was zusammengehört und was nicht. Hier ist das wirklich schön geworden.

Meine Meinung

Nachdem mir Band 1 ziemlich gut gefallen hatte, wollte ich so schnell wie möglich den zweiten Teil dazu lesen, denn hier fand ich den Klappentext sogar noch besser, als bei Band 1.
Jessica ist anderes als Rory, erfahrener und auch etwas abgebrühter. Um nicht zu ihren Eltern zu müssen, verbringt sie auch den Sommer am College. Ihrer Familie erzählt sie, dass sie Häuser für arme Menschen bauen wird. Da sie allerdings nicht in ihrem Zimmer wohnen bleiben kann, zieht sie zum Bruder ihres besten Freundes Tyler.

Riley ist Handwerker und versucht das Sorgerecht für seinen jüngsten Bruder Easton zu erlangen. Es scheint, als wäre er einer der üblichen Bad Boys und Aufreiser, doch schnell wurde mir klar, dass ich Riley völlig falsch eingeschätzt hatte. Er ist wesentlich ernster als es auf den ersten Blick scheint. Außerdem hat Riley ein unglaublich weiches Herz und recht schnell schafft es Jessica, ihn um den Finger zu wickeln. Zusammen erleben die beiden einiges.

Teil 2 der Reihe ist anders, als Band 1 und doch sind die beiden Bücher sich ziemlich ähnlich. Es ist ein romantisches Buch, ich habe mit gelitten und mit gefiebert, während ich gelesen habe. Immer wieder gab es Situationen, in denen ich Jessica, oder auch Riley am liebsten geschüttelt hätte und sie fragen wollte, was sie sich dabei eigentlich gedacht hatten.

Mir hat sehr gut gefallen, zu sehen, wie viel Mühe sich Jessica mit allem gibt. Sie hilft Riley, wo sie nur kann, und schafft es sogar, ihm einige seiner Sorgen abzunehmen. Natürlich bleibt die Spannung zwischen den beiden nicht lange unbemerkt und schon bald sind sie in ein mittelgroßes Gefühlschaos verwickelt.

Das Buch hat mich definitiv mehr überrascht, als ich erwartet habe. Viele Aspekte der Geschichte hätte ich mir so nicht gedacht. Mir hat es sehr gut gefallen, das die Charaktere schnell vielschichtiger wurden. Zu Beginn der Geschichte hatte ich kurz die Bedenken, ob sie nicht vielleicht doch zu oberflächlich bleiben könnten.
Jessica ist liebenswürdiger und aufopferungsvoller als ich erwartet hatte und auch Riley hat noch Seiten gezeigt, die ich an ihm sicherlich nicht erwartet hätte. Mir hat das Buch gut gefallen, es ist ein würdiger Nachfolger zu Band 1, wie ich finde.

Wertung (4/5)

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Fountain Bridge - Verbotene Küsse (Deutsche Ausgabe): e-Novella

Fountain Bridge - Verbotene Küsse (Deutsche Ausgabe): e-Novella - Samantha Young Cover
Das Cover passt sehr gut zu den restlichen der Reihe. Es durch das viele Blau wirkt es, als würde auf dem Bild etwas Verbotenes passieren. Dieses Gefühl passt sehr gut zu dem Buch. Trotzdem finde ich, dass es andere Bücher der Reihe gibt, mit schöneren Covern.

Meine Meinung
Mir gefällt die Geschichte richtig gut. Schon während dem Lesen von Dublin Street habe ich mir gewünscht, es gäbe eine Geschichte zu Ellie und Adam. Mit diesem Buch wurde mir mein Wunsch sozusagen erfüllt.

Ich mag die Art wie das Buch aufgebaut ist sehr gerne. Es hebt sich dadurch von den anderen Teilen ab. Ellie blättert zusammen mit Adam in alten Tagebüchern herum und erlebt in Rückblenden die Geschichte noch einmal.
Ellie ist die gleiche liebenswerte Person wie in allein anderen Bänden auch. Von der ersten Minute an, hatte ich sie in mein Herz geschlossen und war ihr und ihrer Familie absolut verfallen. Auch in diesem Buch ist sie ein wahrer Schatz. Mir gefällt, dass sie in allem das Positive sieht und Menschen oder Dinge nicht vorschnell verurteilt.

Von Adam hat man recht wenig erfahren in den restlichen Büchern der Reihe. Er war eben immer einfach da. Leider ändert sich das auch hier nicht wirklich. Natürlich ist er der zweite Hauptcharakter neben Ellie, trotzdem hat mir etwas gefehlt, wenn es um ihn ging. Vielleicht lag es aber auch an der Kürze der Geschichte. Ein paar Seiten mehr hätten wirklich nicht geschadet. Wäre dieses Buch das erste der Reihe gewesen und ungefähr genauso lang wie Dublin Street oder London Road, würde es besser passen. Ich vermute, dass die Autorin ihre Leser nicht mit Informationen langweilen wollte, die bereits in Dublin Street vorkommen. Das kann ich ihr nicht wirklich negativ ankreiden. Trotzdem finde ich es etwas Schade, dass sie nicht diesen Band als Ersten oder zweiten genommen hat, man hätte noch viel mehr aus der Geschichte herausholen können.

Mir hat die Geschichte trotzdem sehr gut gefallen und als Zusatz zu der Reihe finde ich sie sehr schön und passend. Samantha Young gewährt Einblicke in eine weitere Liebesgeschichte im Haus Carmichael und erfüllt so vielen Lesern einen kleinen Wunsch.

Wertung (4/5)

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Das Schwagermonster: Roman

Das Schwagermonster: Roman - Pippa Wright, Carolin Müller Cover
Ein wirklich sehr hübsches Cover, auch wenn ich am Anfang nicht ganz verstanden habe, warum darauf ein Tiger-Kaninchen abgebildet ist. Mittlerweile jedoch finde ich das äußerst passend. Der das Tigerfell steht für das Monster, während das Kaninchen die Unschuld in Person repräsentiert. Wirklich sehr gut gemacht!

Meine Meinung
Abgesehen vom Cover, hat mich hier auch der Klapptext sehr angesprochen. Er klingt äußerst vielversprechend und so war ich schon ziemlich gespannt auf das Buch.

Kate lebt im Haus ihrer verstorbenen Großmutter in ihrem Heimatstädtchen Lyme Regis, wo Klatsch und Tratsch schneller die Runde machen als eine gute Erkältung. Ich hatte unglaubliches Mitleid mit ihr. Sie ist äußerst liebenswürdig und zuweilen etwas wild. Mir hat es gefallen, das sowohl aus ihrer Vergangenheit beim Fernsehen, als auch ihrer Gegenwart in Lyme Regis erzählt wird. Die Kapitel wechseln sich ab und ich finde es extrem spannend, zu sehen, wie sie zu der Frau wurde, die man am Anfang kennenlernt.

In ihrer Heimat wird fürchterlich über Kate getratscht, denn abgesehen von ihrem Welpen hat sie keine nennenswerte Aufgabe. Das ändert sich jedoch, als sie beschließt, den zukünftigen Ehemann ihrer Schwester zu erziehen.
Lange bleibt unklar, was mit ihrer eigenen Ehe passiert ist, erst ganz zum Schluss löst sich das Gewirr aus Gedanken und Vermutungen, die ich als Leserin aufgestellt habe. Tatsächlich endet es völlig anderes, als ich vermutet hatte. Sicher ist aber, dass es mir wirklich sehr gut gefallen hat.

Es gab durchaus Momente, während denen ich mir an den Kopf gefasst und mich gefragt habe, was Kate sich dabei gedacht hat. Trotzdem und vielleicht gerade deshalb wirkt dieses Buch so authentisch und nicht unbedingt so weit hergeholt, wie andere Bücher des Genres.
Der Schreibstil der Autorin ist leicht und locker. Ihre Sprache ist nicht zu hochtrabend und passt sehr gut zu den Figuren. Ehrlich gesagt hab ich mich völlig überraschend in dieses Buch verliebt. Es ist definitiv anders, als andere Bücher die ich davor gelesen habe.

Wertung (4/5)

Amy & Jason: Dich nicht zu lieben

Amy & Jason: Dich nicht zu lieben - Inka Loreen Minden Cover
Ein Cover, das zu jedem Young Adult Buch passen würde. Mir gefällt es nicht überragend gut. Es sticht absolut nicht aus der Menge heraus und hat mich auch nicht zum Kauf überzeugt, das war der Klapptext.

Meine Meinung
Leider, leider muss ich sagen, dass mich dieses Buch nicht wirklich überzeugt hat, weder mit dem Schreibstil noch mit dem Inhalt.

Amy ist in den besten Freund ihres großen Bruders verliebt. Dieser jedoch sieht in ihr nicht mehr als eine kleine Schwester oder eben ein kleines Mädchen. Das alles ändert sich jedoch, als er sie auf der Party ihres Bruders wiedertrifft und mehr passiert, als die beiden wollen oder sich vorgenommen haben. Amy ist 18 Jahre alt und geht bald aufs College. Jason ist ein paar Jahre älter und arbeitet bereits. Er hat das College schon hinter sich und sollte für die Firma seines Vaters arbeiten.

Während ich bei Amy schwankte, ob sie einfach nur naiv oder doch ein kleines Miststück ist, war ich mir bei Jason ziemlich sicher, das er ein Idiot ist. Ich konnte mich mit keinem der Charaktere irgendwie identifizieren. Das fand ich sehr schade und hat auch dazu beigetragen, dass mir die Geschichte einfach nicht so gut gefallen hat.

Allerdings muss ich auch ehrlich sagen, es gab ein paar Stellen in dem Buch, in denen vieles vom Drama vorweggenommen oder ganz herausgenommen wurde, weil die Charaktere miteinander darüber gesprochen haben. Nicht immer, aber es hat sich gut die Waage gehalten. Ich hasse es nämlich absolut, wenn Geschichten überdramatisiert werden und die Figur alles Schlechte erlebt hat, was irgendwie nur geht.
Was mich auch zunehmend nervt, ist die Tatsache, dass Männer in Büchern einen dermaßen übertriebenen Beschützerinstinkt haben, dass alles zu spät ist. Es wird so oft die "Freiheit" der kleinen Schwester so gravierend eingeschränkt. Natürlich wehrt sich das Schwesterchen auch immer halbherzig und hat aber eigentlich keine Chance. Das stört mich richtig.

Von dieser Geschichte war und bin ich immer noch enttäuscht. Der Klapptext klingt wesentlich besser, als die Geschichte selbst.

Wertung (2/5)

Das achte Leben (Für Brilka)

Das achte Leben (Für Brilka) - Nino Haratischwili Cover
Ein sehr schönes Cover, wie ich finde. Es verrät nicht zu viel über das Buch, ist aber trotzdem ein Hingucker. Ich mag die Kontraste zwischen dem Rot, Weiß und Blau und finde die Farbgebung sehr passend für das Buch. Eigentlich Schade, dass ich es mir als E-Book gekauft habe und nicht fürs Regal.

Meine Meinung
"Das achte Leben" hinterlässt bei mir sehr gemischte Gefühle. Auf der einen Seite ist es ein unglaublich tolles Buch und ich bin sehr fasziniert von der Geschichte, die erzählt wird. Die unglaubliche Ausdauer der Autorin ist bemerkenswert. Aufgeteilt wird "Das achte Leben" in acht Bücher, die jeweils die Geschichte eines Familienmitglieds herauskristallisieren und genauer erzählen. Mir hat diese Aufteilung sehr gut gefallen. Allerdings wird natürlich jede Geschichte auch über ihr Buch hinaus weiter gesponnen.

Alles fängt mit Stasia an. Sie wird 1900 geboren, als Tochter eines reichen Schokoladenfabrikanten. Stasia überlebt unglaublich viel. Immer wieder habe ich bewundernd den Kopf geschüttelt bei all den Strapazen, die sie für ihre Familie auf sich nimmt. Sie ist eine wahre Kämpferin und gibt niemals etwas auf.

Christine ist Stasias Halbschwester, soweit ich das noch richtig im Kopf habe. Sie ist unglaublich schön und heiratet einen sehr einflussreichen Mann. Doch auch Christine hat kein leichtes Schicksal. Während Stasia glaubt, ihre Schwester würde ein schönes Leben führen, trägt diese ihre Kämpfe auf ihre eigene Weise aus. Zu Beginn des Buches konnte ich Christine überhaupt nicht ausstehen, doch umso weiter die Geschichte fortschritt, desto lieber gewann ich die schöne Frau. Auch sie hat Bemerkenswertes geleistet und schafft es zusammen mit Stasia die Familie lange zusammen zuhalten.

Ich möchte nicht zu viel von der Geschichte verraten, denn sie ist unglaublich spannend und sehr fesselnd. Daher nur so viel: Die anderen Bücher handeln von Nachfahren von Stasia.
Diese Familie ist in Georgien und auch Russland sehr mächtig. Immer wieder schaffen sie es ihr Schicksal zum besseren zu wenden, meist zahlen sie dafür aber einen hohen Preis.

Es gab allerdings auch Phasen in dem Buch, da musste ich es einfach weglegen. Nicht alles ist immer leicht zu lesen und am Anfang musste ich bei manchen Schicksalsschlägen schwer schlucken. Doch leider hat sich vieles im Laufe der Geschichte wiederholt und wurde dadurch fast weniger tragisch, weil ich es stellenweise schon gewohnt war und beinahe erwartet haben. Trotzdem ist es ein sehr spannendes und fesselndes Buch. Ich fand es interessant, den Zweiten Weltkrieg aus einer anderen Sichtweise zu betrachten. Auch die politischen Entwicklungen in Georgien und Russland fand ich sowohl verwirrend, aber auch ziemlich spannend.

Nino Haratischwili hat mich mit ihrem Familienepos gefesselt, schockiert, verzaubert und in eine andere Welt gebracht, die ich so niemals gesehen oder wahrgenommen hätte. Ich bin sehr froh, dieses Buch gelesen zu haben. Man braucht ein gewisses Durchhaltevermögen, aber es lohnt sich auf jeden Fall.

Wertung (4/5)

Für immer und einen Tag

Für immer und einen Tag - Amanda Brooke, Karin Diemerling Cover
Ein wunderschönes, melancholisches Cover ziert dieses Buch. Es passt ausgesprochen gut zum Inhalt des Buches. Das Cover hat mich dazu bewogen, mir das Buch näher anzusehen. Ich werde bei schönen Covern unglaublich schnell schwach und so auch hier. Die Farben sehen unglaublich toll aus.

Meine Meinung
"Für immer und einen Tag" hinterlässt bei mir äußerst gemischte Gefühle. Einerseits hat das Buch so ziemlich meinen Erwartungen entsprochen. Man durchlebt als Leser zusammen mit Emma die Höhen und Tiefen iheres Lebens. Zusammen mit ihr meistert der Leser den Alltag.
Emma ist 29 Jahre jung und hat Krebs. Für sie bricht eine Welt zusammen. All ihre Träume und Wünsche werden hinfällig. Während dem Lesen habe ich mich selbst immer wieder gefragt, was ich mir denn von meinem Leben erwarte. Wie würde ich an Emmas Stelle reagieren? Doch wenn ich ehrlich bin, so genau kann ich das gar nicht sagen. Sicher ist aber, ich wäre nicht so stark wie Emma. Voller Tatendrang und mit einem ziemlich deutlich hervortretenden Befehlston in der Stimme geht sie ihr Leben an.
Zusammen mit ihrer Familie und ihren Freunden schafft sie es, das Beste aus dem einen Jahr zu holen.

Aus Angst zu Spoilern möchte ich an dieser Stelle nicht auf weitere Charaktere eingehen. Nur so viel: Sie sind schön gestaltet und gut herausgearbeitet. Niemand kommt zu kurz und die meisten davon sind unglaublich liebenswert. Schön fand ich auch, dass unwichtige Charakter ebenso eine Wandlung vollzogen haben, wie Emma selbst.

Mir hat das Buch gut gefallen. Der Schreibstil ist schön flüssig und auch der Sprung zwischen Realität und Emmas Buch war durch die kursive Formatierung schön ersichtlich. Die eingefügten Buchpassagen haben den Lesefluss nicht so sehr gestört, wie ich am Anfang vermutet hatte. Ich fand es sehr schön, zusammen mit Emma in ihre Fantasiewelt einzutauchen und das Leben zu führen, das sie sich gewünscht hat.

Obwohl das Buch wirklich sehr traurig ist, habe ich es geschafft nicht zu weinen. Erst bei der Danksagung der Autorin standen mir dann Tränen in den Augen. Amanda Brooke hat selbst Erfahrungen mit Krebs gemacht. Ihr Sohn ist im Alter von drei Jahren an Leukämie gestorben. Ich finde es unglaublich stark und mutig das sie trotzdem und auch gerade deswegen dieses Buch geschrieben hat.

Wertung (4/5)

Flames 'n Roses: Lebe lieber übersinnlich

Flames 'n Roses: Lebe lieber übersinnlich  - Kiersten White, Jessika Komina, Sandra Knuffinke Cover
Die pinke Silhouette eines Mädchens ziert den Rand und sowohl der Titel, Untertitel als auch der Autor sind in einer schnörkeligen Schrift geschrieben, die sehr gut zum Rest des Buches machen. Ich find es auch sehr schön, das der graue Hintergrund nicht nur grau, sondern noch mit Rosen verziert. Sie alles sehr schick und mädchenhaft aus. Hat mich ehrlich gesagt auch etwas abgeschreckt, doch nach mehrmaliger Empfehlung hab ich mir das Buch doch noch besorgt.

Meine Meinung
Sehr skeptisch bin ich an dieses Buch ran gegangen, das muss ich ehrlich sagen. Am Anfang wollte ich es aufgrund seiner Farbe nicht einmal mit einer Kneifzange anfassen, bis ich Band 2 gesehen und festgestellt habe, das es noch schlimmer geht.
Die Geschichte ist ganz einfach erklärt. Evie jagt Paranormale um sie zu kennzeichnen, nicht um sie zu töten. Eines Tages bricht ein Junge in die Organisation ein, um Informationen zu stehlen. Dank ihrer Gabe kann Evie ihn enttarnen und gefangen nehmen. Doch dann fängt das Chaos richtig an. Evie weis nicht mehr was falsch und was richtig ist. Sie ist verwirrt und dann taucht auch noch ständig diese äußerst lästige Fee Namens Reth auf, der sie ständig anfassen will und sie mit seiner Feenmagie ziemlich einlullt.

Es hat ehrlich gesagt etwas gedauert, bis ich mich an den Schreibstil der Autorin gewöhnt habe. Man merkt definitiv, dass dieses Buch für jüngere Mädchen geschrieben wurde. Große Schrift und einfache Sätze prägen den Stil der Autorin. Wie gesagt, für jüngere Mädchen ist das perfekt, für mich war es jetzt nicht das wahre.

Trotzdem wurde ich von der Geschichte mitgerissen und hatte das Buch relativ schnell fertig. Es hat auch richtig Spaß gemacht zusammen mit Evie in den High-School Alltag einzutauchen, der für Lend völlig normal war, während Evie alles supercool fand. Manchmal war das etwas zu naiv, aber eigentlich doch wieder ganz süß.

Was mich allerdings etwas gestört hat an dem Buch war bzw. ist einfach die Tatsache, dass es eine Trilogie ist, die man wahrscheinlich auf ein bis zwei Bücher hätte kürzen können. Dank dem Layout des Buches, wirkt es viel dicker, als es eigentlich sein müsste, und enthält für die 380 Seiten doch etwas wenig Inhalt. Fand ich sehr schade.

Trotzdem ein Buch, das ich zum Lesen für jüngere Mädchen empfehlen kann. Mir hat es nicht ganz getaugt, doch ich kenne viele Leute, denen es sehr gut gefallen hat. Die anderen zweiten Teile werde ich allerdings wohl nicht lesen.

Wertung (3/5)

Elfenkuss

Elfenkuss  - Aprilynne Pike, Anne Brauner

Cover


Blaue Flügel und ein Mädchen mit grünen Augen und blonden Haaren sind auf dem Cover zu sehen. Das mit den Flügeln finde ich doch etwas verwirrend, da es ja eigentlich Blütenblätter sind, die Laurel da aus dem Rücken wachsen. Trotzdem finde ich das Design des Covers sehr schön und absolut passend ausgewählt. Das Mädchen auf dem Cover entspricht der Beschreibung von Laurel sehr gut und ich konnte es auch gut mit meiner Vorstellung von ihr in Einklang bringen.

Meine Meinung


Da ich zurzeit absolut vom Elfen-Fieber gepackt bin, musste natürlich auch diese Reihe angeschafft werden. Den ersten Teil habe ich nicht gelesen, sondern wahrlich verschlungen und aufgesaugt. Ich fand es klasse. Elfen werden nicht als kleine, nervige, flatternde Wesen dargestellt, welche auch nicht immer Glitzern, sondern eher als Pflanzen. Laurel ist eine dieser Pflanzen. Sie ist eine weibliche Elfe und blüht deshalb mit 15 zum ersten Mal. Für Laurel ist das alles ziemlich verstörend, da sie keine Ahnung davon hat, was sie ist und warum ihr eine Blüte aus dem Rücken wächst. Während sie kurz davor ist durchzudrehen, steht ihr David zur Seite. Er sitzt in Bio neben ihr und macht einen äußerst netten Eindruck.

In einigen anderen Rezensionen habe ich hier schon die ersten Vergleiche mit Twilight gesehen. Kann ich in gewisser Weise gut verstehen, doch andererseits würde einiges in der Geschichte nicht so gut aufgehen, wenn David in Chemie oder Physik gut wäre.

Bei einem Besuch ihrer früheren Heimat begegnet Laurel Tamani, einem Elfenkrieger, oder auch Wachposten. Er bewacht das Tor nach Avalon, welches auf dem Grundstück von Laurels Eltern steht. Zuerst will Laurel ihm nicht glauben, was er ihr erzählt. Doch David drängt sie schließlich dazu, es zu glauben.

Ich finde das Buch schön. Es reist einen aus der Normalität und wirft den Leser kopfüber in eine neue oder besser gesagt, andere Welt. Die Autorin beschreibt Laurel und ihre Lebensumstände ziemlich gut. Ihre Eltern sind anderes, als „normale“ 0815-Eltern, doch auch Laurel ist anderes. Das merkt man sofort und es fällt auch auf.

Was mir nicht so gefallen hat, war und ist die Tatsache, dass einmal mehr sehr viel Wert auf Äußerlichkeiten gelegt wurde. Die Trolle werden als hässlich um dumm beschrieben und doch sind sie eine große Gefahr für die Elfen? Das geht irgendwie nicht so ganz zusammen meiner Meinung nach. Auch das sowohl Laurel als auch Tamani als über aus perfekt beschrieben wurden, finde ich etwas übertrieben. Ein durchschnittliches Mädchen hätte es auch getan.

Wertung (4/5)

Margos Spuren

Margos Spuren - John Green Cover
Zwei Mädchen Beine einen Weg entlanggehen, der mit großen Steinen gepflastert oder mit breiten Brettern genagelt ist, entlang gehen. Das Cover hat mich sehr angesprochen und neugierig auf den Rest des Buches gemacht. Es passt wie die Faust aufs Auge zum Inhalt und ich kann wirklich überhaupt nichts daran aussetzen.

Meine Meinung
Die geheimnisvolle Margo und der schüchterne Quentin haben nicht viel Miteinander zu tun. So denkt man, eigentlich sollen sie so etwas wie beste oder zumindest gute Freunde sein, was dem Autor aber ziemlich misslingt.

Irgendwie wirken die beiden eher wie Bekannte anstatt wie Freunde. Das fand ich für den Fortgang der Geschichte nicht so optimal. Denn ich würde keiner Bekannten durch das halbe Land nach fahren, um sie zu finden. So etwas macht man nur bei besten Freunden und das sind die Beiden nicht wirklich.

Margo ist außerdem nicht unbedingt sympathisch, im Gegensatz zu Quentin. Ihn mochte ich von Anfang an. Bis auf die Sache mit Margo konnte ich mich auch gut in ihn hinein versetzten und fand ihn wirklich schön ausgearbeitet
Margo hingegen erschien mir ziemlich verwöhnt und eitel. Ich will eigentlich gar nicht genauer darauf eingehen, denn ich kann Margo nicht leiden. Sie würde zu den Menschen zählen, die ich einfach nicht ausstehen könnte, wenn sie echt wäre.

Trotz allem hat das Buch auch ein paar tolle Stellen, die mir gefallen haben, die ich spannend fand und Stellen, die mich fast etwas gerührt haben. Daher könnte ich nicht sagen, dass man dieses Buch nicht weiter empfehlen kann oder soll.

Wertung (3/5)

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