Love Letters to the Dead

Love Letters to the Dead - Ava Dellaira, Katarina Ganslandt Cover
Bei diesem Buch hat mich das Cover wirklich überzeugt. Es sieht richtig schön aus. Es ist ein wunderschöner Sonnenuntergang darauf abgebildet und ein Mädchen das seine Briefe schreibt. Ich finde es äußerst passend, das es auf den Buchstaben des letzten Wortes sitzt. Das Cover sticht durch die kräftigen Farben ist mir dieses Cover ziemlich ins Auge gestochen. Es ist nicht übermäßig bunt oder knallig, aber auf jeden Fall sehr schön.

Meine Meinung
Zuerst wusste ich nicht, was ich von diesem Buch halten sollte. Die Idee hat mich total begeistert und sehr neugierig gemacht, über die Umsetzung habe ich mir allerdings etwas sorgen gemacht. Doch das war völlig umsonst:

Laurel soll in der Schule einen Brief an eine berühmte Person schreiben. Ihr behagt es jedoch gar nicht, dass sie diesen Brief danach ihrer Lehrerin zeigen soll, deshalb erbittet sie sich mehr Zeit. Schließlich schreibt sie nahezu jeden Tag einen Brief das ganze Schuljahr über. Man erfährt aus den Briefen alles über Laurels leben. Das, was gesagt wird und auch das, worüber die Menschen in ihrem Umfeld schweigen.

Laurel hat ihre große Schwester May durch einen tragischen Unfall verloren. Dadurch wurde ihr ganzes Leben umgekrempelt und Laurel versucht so zu werden, wie ihre große Schwester. Sie verbiegt sich und versucht mit aller Macht sich der Rolle anzupassen, doch es gelingt ihr nicht.

„Love Letters to the Dead“ ist ein Roman über das Heranwachsen. Laurel verändert sich in dem Buch, sie wird älter und auch reifer. Für sie sind die Briefe eine Möglichkeit den Verlust ihrer Schwester zu verarbeiten. Ich war wirklich skeptisch, ob die Autorin es schafft, nur durch Briefe dem Leser die Geschichte zu vermitteln.
Laurel selbst erzählt einem die Geschichte und sie erzählt immer nur so viel, wie sie bereit ist preiszugeben.

Ich fand auch die Auswahl der Künstler interessant. Es waren wenig Künstler, die man einem Mädchen in ihrem Alter zu getraut hätte. Die meisten davon kennt man selbst dann, wenn man sich mit der Musik oder der Zeit aus der sie stammen, nicht befasst.

Trotz der Wandlung, die Laurel durchlebt, blieb das Buch etwas ein dimensional. Ihre Probleme waren die eines Teenagermädchens. Am Ende hatte ich einerseits das Gefühl, Laurel hat vieles verstanden, was passiert war, und sieht ihre Vergangenheit mit anderen Augen. Andererseits hat mich die Geschichte um ihre erste „große“ Liebe ziemlich kalt gelassen. So erwachsen, wie sie in manchen Bereichen ihres Lebens war, so kindlich oder auch kindisch hat sie sich verhalten, wenn es um den Jungen ging, in den sie sich verliebt hatte.

Es ist definitiv ein schönes Buch. In den meisten Fällen kann man sich mit Laurel identifizieren und versteht, warum sie exakt so gehandelt hat. Ich kann das Buch absolut weiterempfehlen.

Wertung (4/5)