Die Kleiderdiebin: Roman

Die Kleiderdiebin: Roman - Natalie Meg Evans, Stefanie Fahrner Cover
Es ist das perfekte Cover für dieses Buch. Allein schon das Bild erzeugt eine unglaublich fantastische Stimmung. Man sitzt als Leser beinahe schon im Nähzimmer und hört, wie Alix Nadel und Faden durch den Stoff zieht. Ich finde dieses Cover sehr schön. Die Farbgestaltung mit dem hellen Blau gefällt mir unglaublich gut. Es wirkt sehr harmonisch und spiegelt eine lang vergangene Zeit wieder.

Meine Meinung
Mit Mode kann ich nicht viel Anfangen, trotzdem hat mich dieses Buch gefesselt. Alix Leidenschaft für das Schneidern ist beinahe schon ansteckend. Sie ist aufopferungsvoll und riskiert für Menschen, die ihr nahe stehen sehr viel. Sie hat träume und lebt in einer Zeit und einer Gesellschaftsschicht, die es ihr kaum ermöglichen diese Träume zu verwirklichen. Zusammen mit ihrer geliebten Großmutter lebt sie in Paris und arbeitet dort als Telefonistin, ehe sie bei einem anerkannten und sehr guten Designer angestellt wird. Doch eigentlich hat sie eine völlig andere “Arbeit” und genau diese bringt sie in Gefahr.

Verrian Haviland ist Journalist und hat bis zu dem Zeitpunkt, als er unangenehm aufgefallen ist, in Spanien gearbeitet. Er berichtet für die Zeitung seines Bruders aus dem Spanischen Bürgerkrieg. Dort bringt er sich in schreckliche Gefahr und muss fliehen. Es verschlägt ihn nach Paris.

Ich liebe Geschichte! Mir gefällt es ausgesprochen gut, wie in diesem Buch tatsächliche, geschichtliche Ereignisse mit einer ausgedachten Geschichte verknüpft wurden. Ich hab über vieles, im Nachhinein und auch für diese Rezension noch einmal nachgelesen. Vor allem gerade mit der spanischen Geschichte hatte ich mich vorher noch nie so genau beschäftigt. In “Die Kleiderdiebin” werden die Fakten der Zeit nicht nur lieblos aufgezählt, sondern sie betreffen tatsächlich die Hauptfiguren, die Menschen um die es in diesem Buch geht. Auch spielen sie nicht immer eine große Rolle. Sie sind ausschlaggebend für einige Handlungen, trotzdem dreht sich die Geschichte um Alix und nicht um die geschichtlichen Ereignisse dieser Zeit.

Alix war mir nicht von Anfang an sympathisch. Ich habe etwas gebraucht, um mich mit ihr anzufreunden. Sie ist ein sehr liebes Mädchen, das einfach auf Abwege gerät. Manchmal ist sie vielleicht etwas naiv, doch das hat mich nicht einmal so sehr an ihr gestört.
Ihr Leidenschaft zur Mode hat mich schließlich dazu gebracht, sie doch ins Herz zu schließen. Natürlich hat auch Verrian seinen Beitrag dazugegeben. Erst durch ihn wusste ich Alix auch richtig zu schätzen. Sie hat sich dank ihm weiter entwickelt und wurde zu einer Figur, die mir richtig Nahe ging.

Die Geschichte um Alix und Verrian hat mir mit all ihren Facetten gefallen und mich überzeugt. Das Buch hat meine Erwartungen übertroffen und mir einige schöne und vor allem spannungsgeladene Stunden beschert. Ich kann es euch nur wärmstens ans Herz legen.

Wertung (5/5)

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