Frostfluch

Frostfluch  - Jennifer Estep, Vanessa Lamatsch Gwen hat den Angriff von Jasmin überlebt und muss nun trainieren um sich selbst gegen die Schnitter zu verteidigen. Allerdings wurde niemand anderes als der gutaussehende Logan Quinn zu ihrem Trainer erkoren. Freilich ist Gwen nicht begeistert davon, da sie noch immer für Logan schwärmt.
Während des Trainings gerät sie immer wieder mit Oliver, einem von Logans Freunden, aneinander, bis es schließlich zum Streit kommt. Gwen war kurz davor Olivers Geheimnis herauszufinden.
Auf dem Weg von ihrer Großmutter zurück zum Campus wird sie dann beinahe von einem Geländewagen überfahren und wenige Stunden später fast von einem Pfeil an eines der Bücherregale genagelt. Jetzt ist klar, jemand hat es auf Gwen abgesehen und dieser Jemand kann nur ein Schnitter sein, der Jasmin rächen will.

Um einigermaßen sicher zu sein, begleitet Gwen die anderen Schüler doch auf den Schulausflug ins Skiresort Powder. Auf der Fahrt kommt es erneut zu einem Streit zwischen ihr und Oliver. Da Gwen sowieso schon wütend ist, weil sie die ganze Zeit Logan und dessen Freunden beobachten kann, sagt sie Sachen zu dem jungen Spartaner die sie im Nachhinein fast schon bereut. Dort lernt sie gleich beim Einchecken ins Hotel den attraktiven Preston kennen, der sich ebenfalls für sie zu interessieren scheint. Er flirtet mit ihr und lädt sie mehr oder weniger auf eine Party am Abend ein.

Daphne und Carson beschließen, als sie das hören, sofort Gwen zu begleiten. Den Nachmittag verbringen die Drei damit Skiklamotten zu kaufen und ein wenig Ski zu fahren. Wenn es nach Gwen ginge, würde sie in ihrem Zimmer liegen und lesen. Mithilfe ihrer Magie, schafft es Gwen Ski zu fahren. Am Fuße des Berges wird sie allerdings wieder auf den Boden der Realität zurückgeholt. Ein Fenriswolf erwartet sie mehr oder weniger. Erst als eine Gruppe Schüler auf einen Lift nicht weit von Gwen und dem Wolf entfernt zugeht, trollt sich das Monster und Gwen schafft es sicher zurück auf dem Berg. Als sie Daphne und Carson davon erzählt, sind die beiden begeistert und verstehen nicht, dass dieses Monster gekommen ist, um Gwen zu töten.

Am nächsten Tag hat Gwen nicht so viel Glück. Erneut auf dem Weg zum Lift begegnet sie dem Fenriswolf vom Vortag und dieses Mal hat sie mehr Pech. Auf dem Berg wird eine Lawine ausgelöst. Mit Müh und Not schafft es Gwen sich hinter einem Baum in Sicherheit zu bringen.
Nach dem das Getöse der Lawine nachgelassen hat, entdeckt sie den Wolf, welcher verletzt in ihrer Nähe liegt. Sie hilft ihm und zum Dank wärmt der Wolf sie, bis Gwen von ihren Professoren gefunden wird.

Diese bringen sie ins Hotel zurück und Professor Metis heilt das Mädchen. Als Daphne zu der Gruppe stößt, kommt heraus, dass Gwen nicht erzählt hat, sie würde von einem Schnitter gejagt werden.
Gwen muss nun den restlichen Tag im Hotel bleiben. Dort stellt sie weitere Nachforschungen an und dringt in Olivers Zimmer ein. Während sie auf der Suche nach irgendwelchen hinweisen darauf ist, das es sich bei ihm um einen Schnitter hält. Entdeckt sie, dass er auf seinen besten Freund Kenzie steht. Neben dieser Information, erfährt Gwen auch noch, dass Oliver für die meisten ihrer beinahe Unfälle verantwortlich war.

Als sie gerade das Zimmer verlassen hat, taucht Oliver auf. Gwen flieht vor ihm, direkt in die Baustelle des Hotels. Dort verläuft sie sich hoffnungslos, nur um am Ende doch in Olivers Arme zu laufen. Die beiden reden, Gwen erst unwillig, sie möchte Professor Metis davon erzählen. Oliver wird vom Bolzen einer Armbrust getroffen, als Gwen gerade versucht zu gehen.

Preston steht vor den beiden. Während er Gwen erklärt, warum er es auf sie abgesehen hat, versucht diese verzweifelt einen Ausweg zu finden. Sie möchte Oliver und sich selbst retten.
Sie kämpft gegen ihn, doch mehr schlecht als recht. Erst als Logan dazwischen geht, scheint es so, als würden sie gewinnen. Doch der Spartaner ist unbewaffnet und wird von Preston verletzt. Mithilfe eines Hammers schafft es Gwen für sich und Logan einen kleinen Vorsprung herauszuholen.
Als Logan, der durch seine Verletzung geschwächt ist, nicht mehr weitergehen kann benutzt Gwen ihre Gabe um Logans Erinnerungen übers Kämpfen in sich auf zu nehmen. Doch der Kuss lässt Gwen tiefer in Logans Geist blicken, als dieser glaubt. So sieht sie viel mehr, als ihr zuerst lieb ist. Doch sie versteht Logan danach viel besser. Dank Logans Erinnerung besiegt Gwen Preston.

Nach dem alle drei sicher sind, gibt es noch eine Menge Trubel und einiges zu klären. Gwens Lüge kommt auf und Daphne ist etwas Sauer, Metis entsetzt und Nikademes würde Gwen sowieso an Ort und Stelle am liebsten erwürgen.
Zurück in Mythos stehen die Weihnachtsferien fast direkt vor der Tür. In der Bibliothek erschein Nike Gwen auf ein Neues und erklärt ihr erneut einiges, genau wie im vorherigen Teil. Logan findet sie und Gwen erzählt ihm alles.
Die Professoren bitten Gwen um Hilfe, damit sie Preston verhören können. In dessen Gedanken erfährt sie dass ihre Mutter umgebracht wurde. Daraufhin bricht Gwens Welt beinahe zusammen. Sie schafft es, sich zu sammeln und durchwühlt weiterhin Prestons Gedanken. Immer hin gibt es genügend Menschen die sie beschützen will.

„Frostfluch“ ist ein wirklich tolles Buch. Es ist eine gelungen Fortsetzung des ersten Teils. Besonders gefallen haben mir die kleinen Extras am Ende des Buches. „Jenseits der Geschichte – Gwens Gedanken zum Zeitplan des Winterkarnevals“, „Krieger der Mythos Academy und ihre Magie“, „Wollt ihr mehr über die Mythos Academy wissen? Lest weiter und nehmt an einer Führung über das Schulgelände teil.“ So wie das erste Kapitel aus dem dritten Teil sind mehr als nur interessant und aufschlussreich. Sie bieten Zusatzinformationen über Schüler, Lehrer und das Schulgelände die in der eigentlichen Geschichte überflüssig wären.
Das einzige was ich als etwas störend empfand, waren die ständigen Wiederholungen die sich durch das halbe Buch ziehen. Gwens fehlender Sinn für Gefahrenerkennung ging mir auch hin und wieder ziemlich auf den Keks, aber mit der Zeit hat es sich gebessert.

Letzter Satz: Das reine, hoffnungsvolle Licht zauberte ein Lächeln auf meine Lippen, als ich mein Zimmer verließ und mich für die Ferien aufmachte zu Grandma Frost.

Wertung: (4/5)